Der Satz fürs Kundengespräch
„Wir schlagen Ihnen keinen KI-Workshop und kein Grossprojekt vor. Wir nehmen genau einen wiederkehrenden Ablauf, bauen dafür einen kontrollierten Weg mit einer menschlichen Freigabe und testen ihn an Ihren echten Fällen. Nach drei Wochen sehen Sie, ob es Ihr Team entlastet. Der Preis ist fix, der Umfang klar, und einen Ausbau gibt es nur, wenn sich der Nutzen bestätigt.”
Der tragende Halbsatz ist „an Ihren echten Fällen”. Er unterscheidet das Angebot von jeder Demo und von jedem Workshop — und er ist der Grund, warum der Kunde 20–50 historische Fälle bereitstellen muss. → AnfrageFlow
Die Grundhaltung
„KI übernimmt die Vorarbeit. Ihre Fachperson behält die Freigabe.”
Das ist keine Vorsichtsmassnahme, sondern eine Produktentscheidung. Sie ist in einem Satz erklärbar, sie nimmt die häufigste Sorge vorweg, bevor sie gestellt wird, und sie macht das Ergebnis testbar — wer freigibt, beurteilt zugleich, ob die Vorarbeit taugt.
Eric formuliert dieselbe Haltung anders, und seine Fassung ist für ein Erstgespräch die bessere:
„Wir lösen konkrete, unspektakuläre Probleme mit pragmatischen Ansätzen. NICHT ‚KI um jeden Preis’ sondern, immer dann wenn sinnvoll & nützlich.” → Erics Rückmeldungen
Wogegen wir abgrenzen
Vier Wettbewerbscluster, unterschieden danach, was der Kunde am Ende gekauft hat:
| Cluster | Was der Kunde bekommt | Grenzen wir ab? |
|---|---|---|
| A · Befähigung und Workshops | Wissen beim eigenen Team | Ja — dort entsteht kein laufender Prozess |
| B · Strategie und Roadmap | Analyse und Umsetzungsplan | Ja — dort entsteht kein vorführbares Ergebnis |
| C · Technische Integration | Laufende Workflows, Systemanbindung | Nein — technisch sehr nah. Hier braucht es zwei Ergänzungen |
| D · Marketing und Content | Inhalte, Sichtbarkeit, Kampagnen | Teilweise — relevant bei marketinggetriebenen Kunden |
Ergänzung 1 — Fachlichkeit bei Daten und Content
„…und wenn es um Produktdaten, Assets und Content geht, bringen wir die Fachlichkeit mit, die eine reine Automationsagentur nicht hat.”
Das beruht auf einer Berufsfachlichkeit, nicht auf einer Zusatzqualifikation: Design, Marketing, Datenbank-Publishing und MAM/PIM sind Erics Berufsprofil, und das lässt sich nicht in einem Quartal nachbauen. Eine Automationsagentur kann den mittleren Teil der Kette, eine Content-Agentur den unteren. Die Verbindung aus Datenmodell, Taxonomie, Qualitätsregeln, KI-Unterstützung und Freigabelogik können wenige.
Diese Achse steht auf wackligem Grund
Sie trägt nur, solange Eric die Fachlichkeit auch führt — in Manuels Mund ist sie im Kundengespräch in zehn Minuten durchschaubar. Und Eric selbst stuft sie auf Priorität 3, mit dem Zusatz „habe ich im Moment nicht, müssten wir uns erarbeiten”. → Offene Entscheidungen Punkt 2
Ergänzung 2 — nicht nur konfigurieren, sondern bauen können
„Wir starten mit einer Standardplattform, damit Sie schnell etwas Reales sehen. Wenn Ihr Prozess mehr braucht, bauen wir den kritischen Teil als eigene Software — Sie sind an kein Werkzeug gebunden.”
Anbieter, die ausschliesslich konfigurieren, stossen an eine Grenze, sobald Fachlogik, Volumen, Testbarkeit oder eine eigene Freigabeoberfläche gefragt sind. Diese Grenze existiert bei Manuel nicht. Der Satz beantwortet die Frage „Was, wenn wir da rauswachsen?”, bevor sie gestellt wird.
Wichtig: Das ist eine Option, die man nennt — keine Leistung, die man vorab erbringt. Kein Grund, den ersten Piloten aufwendiger zu bauen als nötig.
Was nicht mehr unterscheidet
Der bisherige Hauptbefund ist überholt
Der Gesamtbericht führte als „wichtigsten neuen Befund”: kein Wettbewerber publiziere einen Fixpreis für einen abgegrenzten Umsetzungspiloten. Das gilt 2026 nicht mehr. Die damalige Stichprobe umfasste drei Anbieter aus dem Beratungssegment und hat die Welle kleiner Schweizer Automationsagenturen nicht erfasst. Ein Basler Anbieter publiziert die komplette Leiter von CHF 490 bis CHF 8’000 im Monat — bei gleichem Stack und gleichen Startbranchen. → Wettbewerb 2026
Der Fixpreis bleibt richtig. Er ist nur kein Alleinstellungsmerkmal mehr.
Was tatsächlich unterscheidet
Drei Dinge bleiben, und alle drei sind überprüfbar statt behauptet:
Erstens: die Kombination zweier Fachlichkeiten. Das ist Ergänzung 1 oben — mit der genannten Einschränkung.
Zweitens: bauen können statt nur konfigurieren. Das ist Ergänzung 2. Anbieter, die ausschliesslich auf einer Automationsplattform arbeiten, stossen an eine Grenze.
Drittens: die Grenzen im Angebot statt im Kleingedruckten. Die Liste dessen, was ausdrücklich nicht enthalten ist, steht auf der ersten Seite jedes Angebots. → Grenzen und Stop-Regeln
Und ein vierter Punkt, der neu belegbar ist: Der EDÖB verlangt, dass Betroffene eine menschliche Überprüfung automatisierter Einzelentscheidungen verlangen können. Unser Review-first-Prinzip ist damit nicht nur eine Produktentscheidung, sondern deckt sich mit dem, was das Gesetz ohnehin fordert. Wer autonome Agenten verkauft, hat dieses Argument nicht. → Marktdaten Schweiz 2026 · Preismodell
Was wir nicht behaupten
Diese Sätze stehen fast wörtlich auf jeder Wettbewerberseite. Wer sie benutzt, ist austauschbar:
„Wir helfen KMU, KI zu nutzen.” · „Wir identifizieren passende Anwendungsfälle.” · „Wir bieten Workshops, Beratung und KI-Agenten.” · „Wir automatisieren repetitive Aufgaben.” · „Wir begleiten von der Strategie bis zur Umsetzung.” · „Wir arbeiten datenschutzkonform und praxisnah.”
Ebenfalls nicht: „führende KI-Agentur”, Erfolgsgarantien, prozentuale Zeitersparnis, oder die Aussage, ein Werkzeug sei „datenschutzkonform”.
Erics Einwand — ungelöst
Zur Positionierung notiert Eric „Zu generisch!” und schlägt stattdessen vor:
„‚KI-Optimierung von KMU-Websites’ ist präziser und beinhaltet als Versprechen ‚Gefunden werden & für Kunden relevant bleiben’”
Das ist keine Umformulierung, sondern ein anderes Produkt — und es ist dasjenige, mit dem Eric seine rund 50 Adressen tatsächlich ansprechen will. Solange das nicht entschieden ist, gibt es zwei Positionierungen nebeneinander. → Offene Entscheidungen Punkt 1
Herleitung: Der Gesamtbericht Kap. 4–5 · Aktueller Wettbewerb: Wettbewerb 2026 · Marktdaten: Marktdaten Schweiz 2026 · Grenzen: Grenzen und Stop-Regeln