Alle Zahlen hier sind belegt — fremde Erhebungen mit Quelle und Abrufdatum. Sie sind keine Setzungen. Unsere eigenen Aufwands- und Preisangaben stehen getrennt davon in Aufwandsmodell und Preismodell.

Abgerufen am 27.08.2026.


Korrektur einer tragenden Annahme

Widerlegt

Der Gesamtbericht hält fest: „Keine Marktgrösse und keine Umsatzprognose. Für dieses Vorhaben existiert keine quantitative Marktstudie.”

Das trifft nicht mehr zu. Für die KI-Nutzung in Schweizer KMU liegen mehrere Erhebungen aus 2025 und 2026 vor. Was weiterhin fehlt, ist eine Zahl zum Marktvolumen für Automatisierungs- dienstleistungen im Oberaargau — das ist ein deutlich engerer Vorbehalt als der bisherige.

Damit ist auch Erics Randnotiz „Wo ist da draussen am meisten Bedarf?? Zahlen?” beantwortbar. → Erics Rückmeldungen


KI-Verbreitung in Schweizer KMU

Quelle: AXA KMU-Arbeitsmarktstudie 2025, wiedergegeben vom KMU-Portal des SECO, publiziert 05.11.2025 · kmu.admin.ch/de/ki-in-schweizer-kmu-auf-dem-vormarsch

Kennzahl20242025
KMU, die KI integriert haben22 %34 %
KMU, die KI nie genutzt haben45 %29 %
Bewerten KI positiv35 %45 %
Bewerten KI negativ20 %13 %
Nehmen Effizienzsteigerung wahr46 %57 %

Lesart: Die Zielgruppe wächst schnell und ist bereits mehrheitlich mit KI in Berührung gekommen. Das Verkaufsgespräch beginnt 2026 nicht mehr bei „Was ist KI?”, sondern bei „Wo bringt sie hier etwas?”. Das stützt die Positionierung „konkreter Prozess statt Grundlagenworkshop”.


Wofür KMU KI tatsächlich einsetzen

Gleiche Quelle, Anwendungsbereiche 2025 (Vorjahreswert in Klammern):

AnwendungAnteil
Übersetzung52 %
Korrespondenz47 %
Automatisierung von Arbeitsschritten34 % (23 %)
Datenanalyse32 % (22 %)
Zielgerichtete Werbung24 % (+9 Punkte)
Kundenbeziehungsmanagement20 % (+4 Punkte)

Die Übersetzungslücke

Übersetzung ist die meistgenutzte KI-Anwendung in Schweizer KMU — und kommt im Lieferkatalog nur als Teilaspekt vor. In einem viersprachigen Land mit DE/FR/IT-Pflichtkommunikation ist das die auffälligste Lücke im ganzen Katalog. Daraus entsteht SprachFlow.

Der zweite Befund ist ebenso nützlich: Die stärksten Zuwächse liegen bei Automatisierung (+11 Punkte) und Datenanalyse (+10 Punkte) — also genau bei dem, was wir liefern. Der grösste absolute Anteil liegt bei Sprache. Beides zusammen ergibt die Reihenfolge im Umsatzstart.


Die Datenschutzlücke — mit Produktcharakter

Gleiche Quelle:

Hauptbarriere ist der Datenschutz. Nur ein Drittel (34 %) der Unternehmen hat klare Regeln festgelegt, bei kleineren Betrieben nur 23 %.

Das ist eine bezifferte Lücke bei genau der Zielgruppe — und die Grundlage für RegelFlow. Zwei regulatorische Treiber kommen dazu.

EDÖB: Das DSG gilt für KI direkt

Quelle: Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter, edoeb.admin.ch/de/ki-und-datenschutz

Das seit 01.09.2023 geltende Datenschutzgesetz ist auf KI-gestützte Datenbearbeitungen direkt anwendbar. Konkret gefordert:

  • Transparenz: Hersteller, Anbieter und Verwender müssen „den Zweck, die Funktionsweise und die Datenquellen der auf KI beruhenden Datenbearbeitungen transparent ausweisen”. Dazu gehört die Information, ob jemand mit einer Maschine kommuniziert und ob Eingaben „zur Verbesserung der selbstlernenden Programme oder zu weiteren Zwecken weiterverwendet” werden.
  • Datenschutz-Folgenabschätzung bei hohem Risiko, mit angemessenen Schutzmassnahmen.
  • Menschliche Überprüfung: Betroffene können verlangen, „dass automatisierte Einzelentscheidungen von einem Menschen überprüft werden”.

Das ist ein Verkaufsargument, kein Hindernis

Die dritte Anforderung beschreibt exakt unser Produktprinzip. Review-first ist nicht nur eine Produktentscheidung, sondern deckt sich mit dem, was das Gesetz ohnehin verlangt.Positionierung

EU AI Act Artikel 4: durchsetzbar ab 02.08.2026

Artikel 4 (KI-Kompetenz) verpflichtet seit 02.02.2025 Unternehmen, die KI einsetzen oder entwickeln, zu ausreichender KI-Kompetenz der Mitarbeitenden. Ab 02.08.2026 ist die Vorschrift durch nationale Aufsichtsbehörden durchsetzbar. Über das Marktortprinzip erfasst sie auch Schweizer Unternehmen, die im EU-Raum anbieten oder deren Output dort genutzt wird. Artikel 4 schreibt kein festes Curriculum vor, sondern eine Organisationsverantwortung — Schulungen, interne Richtlinien und Multiplikatorenprogramme gelten gleichermassen.

Der Bundesrat erarbeitet bis Ende 2026 eine eigene Vernehmlassungsvorlage zur KI-Regulierung.

Unsere Grenze bleibt

Wir liefern Dokumentation und Schulung. Die rechtliche Beurteilung, ob ein konkretes Unternehmen unter den EU AI Act fällt, gehört zu einer qualifizierten Fachperson. Diese Grenze steht im Angebot. → Grenzen und Stop-Regeln


Region Oberaargau und Langenthal

Quelle: Standortförderung der Stadt Langenthal · langenthal.ch/standortfoerderung Erstmals geprüft 25.08.2026, erneut bestätigt 27.08.2026.

  • Rund 800 Unternehmen aus allen Branchen, inklusive Genossenschaften und Zweigniederlassungen
  • Rund 16’000 Einwohnende, über 13’000 Arbeitsplätze — wirtschaftliches Zentrum des Oberaargaus
  • Der Dienstleistungssektor hat zahlenmässig die meisten Betriebe, mit steigender Tendenz; Urproduktion und verarbeitendes Gewerbe stabil bis leicht rückläufig
  • Wirtschaftsverband Oberaargau: gegen 350 Mitgliedfirmen. Der Morgenanlass „Chefsache” adressiert Entscheidungsträger und ist damit der relevanteste Multiplikatorkanal

Was weiterhin fehlt: Eine Aufschlüsselung der 800 Betriebe nach Branche und Grösse. Die Strukturdaten des Kantons Bern zum Verwaltungskreis Oberaargau und die STATENT des Bundes wären die Quellen dafür. Noch nicht ausgewertet. offen


Was diese Notiz nicht hergibt

  • Kein Marktvolumen für Automatisierungsdienstleistungen — weder schweizweit noch regional. Jede Umsatzprognose wäre weiterhin erfunden.
  • Keine Zahlungsbereitschaft. Dass 34 % der KMU KI einsetzen, sagt nichts darüber, wie viele dafür eine Agentur bezahlen. Die erhobenen Wettbewerbspreise in Wettbewerb 2026 sind der bessere Anhaltspunkt.
  • Keine regionale Aufschlüsselung der KI-Nutzung. Alle Adoptionszahlen sind gesamtschweizerisch.