Kernproblem beim Kunden: Mitarbeitende nutzen KI längst — nur weiss niemand, welche Daten dabei wohin fliessen, und es gibt keine Regel dafür.

Muster: Befähigen · Reifegrad: machbar

Die Lücke ist beziffert

Nur 34 % der Schweizer KMU haben klare KI-Regeln, bei kleineren Betrieben 23 % — und Datenschutz ist laut derselben Erhebung die Hauptbarriere für den KI-Einsatz überhaupt. Gleichzeitig sind 34 % der KMU bereits im Einsatz. Das ist eine dokumentierte Lücke bei genau unserer Zielgruppe. → Marktdaten Schweiz 2026

Einheiten: Aufwandsmodell · Preise: Preismodell


Was der Kunde bekommt

Vier Dinge, alle in einfacher Sprache und alle sein Eigentum:

  1. Eine KI-Nutzungsrichtlinie — welche Werkzeuge sind freigegeben, welche Daten dürfen hinein, was ist verboten, wer entscheidet im Zweifel.
  2. Transparenzangaben — Textbausteine für Website und Kundenkommunikation: wo KI eingesetzt wird, wozu, und dass ein Mensch prüft.
  3. Eine Ergänzung seines Bearbeitungsverzeichnisses um die KI-gestützten Abläufe.
  4. Eine Schulung von 90 Minuten für die Mitarbeitenden, mit Beispielen aus seinem Betrieb.

Warum das jetzt verkäuflich ist

Zwei Treiber, beide belegt in Marktdaten Schweiz 2026:

Der EDÖB stellt fest, dass das geltende Datenschutzgesetz auf KI-gestützte Bearbeitungen direkt anwendbar ist. Gefordert sind Transparenz über Zweck, Funktionsweise und Datenquellen, eine Folgenabschätzung bei hohem Risiko, und das Recht Betroffener auf menschliche Überprüfung automatisierter Einzelentscheidungen.

Der EU AI Act verlangt in Artikel 4 ausreichende KI-Kompetenz der Mitarbeitenden — seit 02.02.2025, durchsetzbar ab 02.08.2026. Über das Marktortprinzip erfasst das auch Schweizer Unternehmen, die im EU-Raum anbieten oder deren Ergebnisse dort genutzt werden. Ein festes Curriculum ist nicht vorgeschrieben; Schulungen und interne Richtlinien gelten als Massnahme.

Die Grenze, die im Angebot steht

Wir erstellen Dokumentation und führen Schulungen durch. Wir liefern keine rechtliche Beurteilung — auch nicht die Beurteilung, ob ein Unternehmen unter den EU AI Act fällt. Diese Frage gehört zu einer qualifizierten Fachperson. Der Satz steht im Angebot, nicht im Kleingedruckten. → Grenzen und Stop-Regeln

Das ist keine Schwäche des Angebots. Der Kunde braucht in erster Linie eine gelebte Regel und geschulte Leute — nicht ein Gutachten.


Die fünf Schritte

F1 · Bestandsaufnahme

Ein Gespräch von 90 Minuten: Welche KI-Werkzeuge sind im Einsatz — auch die inoffiziellen? Welche Daten gehen hinein? Wer nutzt was? Gibt es bereits ein Bearbeitungsverzeichnis? Der ehrliche Befund ist fast immer: mehr als die Geschäftsleitung dachte.

F2 · Richtlinie entwerfen

Aus einer Vorlage, angepasst an Branche, Grösse und die tatsächlich genutzten Werkzeuge. Freigegebene Werkzeuge, Datenklassen mit Ampel, Verbote, Zuständigkeit im Zweifel, Meldeweg bei Vorfällen. Zwei Seiten, nicht zwanzig — sonst wird sie nicht gelesen.

F3 · Transparenz und Verzeichnis

Textbausteine für Website und Kundenkommunikation. Ergänzung des Bearbeitungsverzeichnisses um die KI-gestützten Abläufe: Zweck, Datenarten, Empfänger, Aufbewahrung. Bei erkennbar hohem Risiko: Hinweis auf die Notwendigkeit einer Folgenabschätzung — als Hinweis, nicht als Gutachten.

F4 · Schulung

90 Minuten, mit Beispielen aus dem eigenen Betrieb. Inhalt: Was ein Sprachmodell kann und was nicht, warum es überzeugend falsch liegt, welche Daten nie hineingehören, wie man ein Ergebnis prüft, und was die Richtlinie konkret verlangt.

F5 · Übergabe und Turnus

Dokumente als bearbeitbare Dateien übergeben. Auffrischung nach zwölf Monaten anbieten — Werkzeuge und Rechtslage ändern sich schneller als die Richtlinie.


Aufwand

ManuelEricZusammen
MVP (Vorlagensatz, Schulungsunterlage, Ampelmodell)1–2 PT1–2 PT2–4 PT
Erster Kunde0.5 PT1 PT1.5 PT
Wiederholung0.25 PT0.75 PT1 PT
Auffrischung nach 12 Monaten0.15 PT0.35 PT0.5 PT
KlasseS

Die Vorlagen sind fast vollständig wiederverwendbar — nach dem dritten Kunden liegt die Wiederholung am unteren Rand. Setzung, nicht validiert.

Preisbänder

WegPaketBand
A · FixpreisRichtlinie und TransparenzangabenCHF 1’800–2’600
Richtlinie plus SchulungCHF 2’600–3’500
Auffrischung nach 12 MonatenCHF 600–1’200

Marktbeleg: Schulungen und Workshops liegen im Schweizer Markt bei CHF 2’500–8’000, ein eintägiger Team-Trainingstag bei CHF 3’500. → Wettbewerb 2026 · unsere Bänder sind Setzungen.

Drittkosten: keine.

Kein Monatspaket — dieser Baustein ist einmalig mit jährlicher Auffrischung. Das ist der einzige im Katalog ohne sinnvolles Abo.

Variationen

VarianteZusatzWann
Werkzeugfreigabe-Prüfung+0.5–1 PT je WerkzeugKunde will ein bestimmtes Werkzeug einführen
Schulung für mehrere Gruppen+0.5 PT je GruppeFührung und Mitarbeitende getrennt
Zweisprachig DE/FR+0.5 PTSprachFlow
Für einen Verband statt einen Betrieb+2–3 PT22 Gemeinden und Vereine
Kombiniert mit einem Prozesspiloten−0.5 PTBestandsaufnahme fällt ohnehin an

Voraussetzungen

Eine Person mit Entscheidungsbefugnis für die Freigabe der Richtlinie. Sonst nichts — kein Systemzugang, keine Daten.

Was ausdrücklich nicht enthalten ist

  • Rechtliche Beurteilung, ob der Betrieb einer bestimmten Regulierung unterliegt
  • Vollständige Datenschutz-Folgenabschätzung — wir weisen darauf hin, wir erstellen sie nicht
  • Prüfung bestehender Verträge und AGB
  • Zertifizierung oder Auditierung
  • Haftung für die Einhaltung der Richtlinie im Betrieb
  • Aussagen darüber, ob ein Werkzeug „datenschutzkonform” sei

Stop-Regeln

  • Der Kunde will ein Gutachten oder eine verbindliche Rechtsauskunft
  • Der Kunde will die Richtlinie als Haftungsabwälzung gegenüber Kundschaft oder Behörden
  • Es läuft bereits ein Verfahren oder eine Beanstandung

Grenzen und Stop-Regeln

Warum dieser Baustein strategisch zählt

Er verkauft sich ohne jede technische Vorleistung und schafft genau das Vertrauensverhältnis, das ein Prozesspilot braucht. Wer die Datenschutzfrage eines Betriebs sauber beantwortet hat, ist im nächsten Gespräch nicht mehr der Fremde mit der KI-Idee. → Umsatzstart

Quellen

Marktdaten Schweiz 2026 (EDÖB, EU AI Act Art. 4, die 34-Prozent-Lücke) · Wettbewerb 2026 (Preisniveau Schulungen)