Kernproblem beim Kunden: Mitarbeitende nutzen KI längst. Nur weiss niemand, welche Daten dabei wohin fliessen, und es gibt keine Regel dafür.
Liefermuster: Befähigen · Reifegrad: machbar
Am 01.09.2026 aus dem Starterangebot genommen
Fachlich unverändert richtig und verkäuflich, aber nicht am Anfang. Der vierte Bereich auf der Website geht an die Webseiten-Pakete. Damit entfällt auch die Rolle als paralleler Türöffner, die Umsatzstart Schritt 2 vorsah. Die übernimmt jetzt das Webseiten-Paket.
Der Baustein bleibt vollständig und kann jederzeit dazukommen. Das Argument dafür ist unverändert stark: nur 34 % der Schweizer KMU haben klare KI-Regeln. → Pakete
Die Lücke ist beziffert
Nur 34 % der Schweizer KMU haben klare KI-Regeln, bei kleineren Betrieben 23 %. Und Datenschutz ist laut derselben Erhebung die Hauptbarriere für den KI-Einsatz überhaupt. Gleichzeitig setzen 34 % der KMU KI bereits ein. Das ist eine dokumentierte Lücke bei genau unserer Zielgruppe. → Marktdaten Schweiz 2026
Einheiten: Aufwandsmodell · Preise: Preismodell · Begriffe: Glossar
Was der Kunde bekommt
Vier Dinge, alle in einfacher Sprache und alle sein Eigentum:
- Eine KI-Nutzungsrichtlinie: Welche Werkzeuge sind freigegeben, welche Daten dürfen hinein, was ist verboten, wer entscheidet im Zweifel.
- Transparenzangaben: Textbausteine für Website und Kundenkommunikation: wo KI eingesetzt wird, wozu, und dass ein Mensch prüft.
- Eine Ergänzung seines Bearbeitungsverzeichnisses (die vom Datenschutzgesetz verlangte Liste aller Datenbearbeitungen) um die KI-gestützten Abläufe.
- Eine Schulung von 90 Minuten für die Mitarbeitenden, mit Beispielen aus seinem Betrieb.
Drei Beispiele aus der Praxis
Erfundene Betriebe, realistische Abläufe. Gedacht für das Kundengespräch: Sie zeigen, was sich im Alltag ändert, nicht, wie es technisch funktioniert.
Beispiel 1 · Treuhandbüro mit 9 Mitarbeitenden
Heute. Zwei Mitarbeitende nutzen ChatGPT, um Mails an Mandanten zu formulieren, mit Mandatsdaten im Text, weil es sonst nicht passt. Eine dritte Person lässt Excel-Formeln erklären. Die Geschäftsleitung ahnt es, weiss es aber nicht genau. Eine Regel gibt es keine. Fragt ein Mandant, ob hier KI eingesetzt werde, gäbe es heute keine belastbare Antwort.
Was der Baustein liefert. Eine Bestandsaufnahme in 90 Minuten. Die ehrliche Antwort ist fast immer: mehr als gedacht. Danach eine Richtlinie auf zwei Seiten mit einer Ampel: grün anonymisierte Formulierungshilfe, gelb mit Freigabe der Geschäftsleitung, rot Mandatsdaten, Personendaten, Lohndaten. Dazu Transparenzbausteine, die Ergänzung des Bearbeitungsverzeichnisses und eine Schulung von 90 Minuten mit Beispielen aus dem eigenen Büro.
Was das Büro davon hat. Die Frage „Darf ich das?” hat zum ersten Mal eine Antwort, die zwei Seiten lang ist statt zwanzig. Deshalb wird sie tatsächlich gelesen.
Grenze: Keine rechtliche Beurteilung, kein Gutachten. Wir liefern eine gelebte Regel und geschulte Leute.
Beispiel 2 · Marketingagentur mit 14 Mitarbeitenden
Heute. KI-Werkzeuge sind hier tägliches Handwerkszeug: Text, Bild, Recherche. Kundendaten und unveröffentlichte Kampagnen gehen dabei durch Dienste, deren Bedingungen nie jemand geprüft hat. Im Pitch kommt neuerdings die Frage: „Setzen Sie KI ein, und wie halten Sie es mit unseren Daten?” Die Antwort klingt jedes Mal anders, je nachdem, wer im Termin sitzt.
Was der Baustein liefert. Freigegebene Werkzeugliste, Datenklassen mit Ampel, Meldeweg bei Vorfällen, plus fertige Transparenzbausteine für Website und Angebote.
Was die Agentur davon hat. Die Pitch-Frage ist beantwortbar, und zwar von allen gleich. Das ist hier kein Pflichtthema, sondern ein Verkaufsargument.
Grenze: Wir sagen nie, ein Werkzeug sei „datenschutzkonform”. Wir sagen, für welche Datenklasse es im Betrieb freigegeben ist.
Beispiel 3 · Zulieferbetrieb mit Kunden im EU-Raum
Heute. Konstruktion und Qualitätssicherung nutzen KI-Werkzeuge. Ein deutscher Kunde fragt im Lieferantenaudit nach dem Nachweis, dass die Mitarbeitenden im Umgang mit KI geschult sind. Vorzuweisen ist nichts.
Was der Baustein liefert. Richtlinie, Schulung mit Teilnahmenachweis, ergänztes Bearbeitungsverzeichnis, Transparenzangaben — als bearbeitbare Dateien im Eigentum des Betriebs.
Was der Betrieb davon hat. Im Audit liegt etwas auf dem Tisch. Das ist der konkrete Anlass, der diesen Baustein verkauft, nicht das abstrakte Argument.
Grenze: Ob und wie der EU AI Act (das KI-Gesetz der EU) auf diesen Betrieb anwendbar ist, beurteilt eine qualifizierte Fachperson, nicht wir. Dieser Satz steht im Angebot, nicht im Kleingedruckten.
Warum das jetzt verkäuflich ist
Zwei Treiber, beide belegt in Marktdaten Schweiz 2026:
Der EDÖB, die Schweizer Datenschutzbehörde, stellt fest: Das geltende Datenschutzgesetz ist auf KI-gestützte Bearbeitungen direkt anwendbar. Gefordert sind Transparenz über Zweck, Funktionsweise und Datenquellen, eine Folgenabschätzung bei hohem Risiko und das Recht Betroffener auf menschliche Überprüfung automatisierter Einzelentscheidungen.
Der EU AI Act verlangt in Artikel 4 ausreichende KI-Kompetenz der Mitarbeitenden, seit 02.02.2025, durchsetzbar ab 02.08.2026. Das gilt auch für Schweizer Unternehmen, die im EU-Raum anbieten oder deren Ergebnisse dort genutzt werden (Marktortprinzip). Ein fester Lehrplan ist nicht vorgeschrieben. Schulungen und interne Richtlinien gelten als Massnahme.
Die Grenze, die im Angebot steht
Wir erstellen Dokumentation und führen Schulungen durch. Wir liefern keine rechtliche Beurteilung. Auch nicht die Beurteilung, ob ein Unternehmen unter den EU AI Act fällt. Diese Frage gehört zu einer qualifizierten Fachperson. Der Satz steht im Angebot, nicht im Kleingedruckten. → Grenzen und Stop-Regeln
Das ist keine Schwäche des Angebots. Der Kunde braucht in erster Linie eine gelebte Regel und geschulte Leute, nicht ein Gutachten.
Die fünf Schritte
F1 · Bestandsaufnahme
Ein Gespräch von 90 Minuten: Welche KI-Werkzeuge sind im Einsatz, auch die inoffiziellen? Welche Daten gehen hinein? Wer nutzt was? Gibt es bereits ein Bearbeitungsverzeichnis? Der ehrliche Befund ist fast immer: mehr als die Geschäftsleitung dachte.
F2 · Richtlinie entwerfen
Aus einer Vorlage, angepasst an Branche, Grösse und die tatsächlich genutzten Werkzeuge. Freigegebene Werkzeuge, Datenklassen mit Ampel, Verbote, Zuständigkeit im Zweifel, Meldeweg bei Vorfällen. Zwei Seiten, nicht zwanzig. Sonst wird sie nicht gelesen.
F3 · Transparenz und Verzeichnis
Textbausteine für Website und Kundenkommunikation. Ergänzung des Bearbeitungsverzeichnisses um die KI-gestützten Abläufe: Zweck, Datenarten, Empfänger, Aufbewahrung. Bei erkennbar hohem Risiko: Hinweis, dass eine Folgenabschätzung nötig ist, als Hinweis, nicht als Gutachten.
F4 · Schulung
90 Minuten, mit Beispielen aus dem eigenen Betrieb. Inhalt: Was ein Sprachmodell kann und was nicht, warum es überzeugend falsch liegt, welche Daten nie hineingehören, wie man ein Ergebnis prüft, und was die Richtlinie konkret verlangt.
F5 · Übergabe und Turnus
Dokumente als bearbeitbare Dateien übergeben. Auffrischung nach zwölf Monaten anbieten, denn Werkzeuge und Rechtslage ändern sich schneller als die Richtlinie.
Aufwand
| Manuel | Eric | Zusammen | |
|---|---|---|---|
| MVP (Vorlagensatz, Schulungsunterlage, Ampelmodell) | 1–2 PT | 1–2 PT | 2–4 PT |
| Erster Kunde | 0.5 PT | 1 PT | 1.5 PT |
| Wiederholung | 0.25 PT | 0.75 PT | 1 PT |
| Auffrischung nach 12 Monaten | 0.15 PT | 0.35 PT | 0.5 PT |
| Klasse | S |
Die Vorlagen sind fast vollständig wiederverwendbar. Nach dem dritten Kunden liegt die Wiederholung am unteren Rand. Setzung, nicht validiert.
Preisbänder
| Weg | Paket | Band |
|---|---|---|
| A · Fixpreis | Richtlinie und Transparenzangaben | CHF 1’800–2’600 |
| Richtlinie plus Schulung | CHF 2’600–3’500 | |
| Auffrischung nach 12 Monaten | CHF 600–1’200 |
Marktbeleg: Schulungen und Workshops liegen im Schweizer Markt bei CHF 2’500–8’000, ein eintägiger Team-Trainingstag bei CHF 3’500. → Wettbewerb 2026 · unsere Bänder sind Setzungen.
Drittkosten: keine.
Kein Monatspaket. Dieser Baustein ist einmalig, mit jährlicher Auffrischung. Er ist der einzige im Katalog ohne sinnvolles Abo.
Variationen
| Variante | Zusatz | Wann |
|---|---|---|
| Werkzeugfreigabe-Prüfung | +0.5–1 PT je Werkzeug | Kunde will ein bestimmtes Werkzeug einführen |
| Schulung für mehrere Gruppen | +0.5 PT je Gruppe | Führung und Mitarbeitende getrennt |
| Zweisprachig DE/FR | +0.5 PT | → SprachFlow |
| Für einen Verband statt einen Betrieb | +2–3 PT | → 22 Gemeinden und Vereine |
| Kombiniert mit einem Prozesspiloten | −0.5 PT | Bestandsaufnahme fällt ohnehin an |
Voraussetzungen
Eine Person mit Entscheidungsbefugnis für die Freigabe der Richtlinie. Sonst nichts: kein Systemzugang, keine Daten.
Was ausdrücklich nicht enthalten ist
- Rechtliche Beurteilung, ob der Betrieb einer bestimmten Regulierung unterliegt
- Vollständige Datenschutz-Folgenabschätzung. Wir weisen darauf hin, wir erstellen sie nicht
- Prüfung bestehender Verträge und AGB
- Zertifizierung oder Auditierung
- Haftung für die Einhaltung der Richtlinie im Betrieb
- Aussagen darüber, ob ein Werkzeug „datenschutzkonform” sei
Stop-Regeln
- Der Kunde will ein Gutachten oder eine verbindliche Rechtsauskunft
- Der Kunde will die Richtlinie als Haftungsabwälzung gegenüber Kundschaft oder Behörden
- Es läuft bereits ein Verfahren oder eine Beanstandung
Warum dieser Baustein strategisch zählt
Er verkauft sich ohne jede technische Vorleistung und schafft genau das Vertrauensverhältnis, das ein Prozesspilot braucht. Wer die Datenschutzfrage eines Betriebs sauber beantwortet hat, ist im nächsten Gespräch nicht mehr der Fremde mit der KI-Idee. → Umsatzstart
Quellen
Marktdaten Schweiz 2026 (EDÖB, EU AI Act Art. 4, die 34-Prozent-Lücke) · Wettbewerb 2026 (Preisniveau Schulungen)