Kernproblem beim Kunden: Website, Produktdaten und Kundenkorrespondenz müssen auf Deutsch, Französisch und oft Italienisch vorliegen — und die Fachbegriffe stimmen von Version zu Version nicht.

Muster: Strukturieren · Reifegrad: machbar

Die auffälligste Lücke im ganzen Katalog

Übersetzung ist mit 52 % die meistgenutzte KI-Anwendung in Schweizer KMU — vor Korrespondenz (47 %), Automatisierung (34 %) und Datenanalyse (32 %). Im 100er-Katalog kam sie nur als Teilaspekt von ContentFlow vor. In einem viersprachigen Land ist das eine echte Lücke. → Marktdaten Schweiz 2026

Gemeinsame Architektur: AnfrageFlow · Einheiten: Aufwandsmodell


Was der Kunde sieht

Er gibt einen Text oder einen Produktdatensatz auf Deutsch. Zurück kommt der französische und italienische Entwurf — konsistent zur Terminologieliste seines Betriebs, mit markierten Stellen, an denen eine fachliche Prüfung nötig ist: Produktbezeichnungen, rechtliche Aussagen, Masse und Einheiten, Eigennamen.

Der Unterschied zu einem Übersetzungswerkzeug ist nicht die Übersetzung. Es ist die Terminologieliste, die Konsistenz über Versionen hinweg und der markierte Prüfbedarf.


Was gegenüber AnfrageFlow anders ist

SchrittUnterschied
L1Statt eines Prozesses wird ein Textkorpus abgegrenzt: Website, Produktdaten, Vorlagen oder Korrespondenz — eines davon. Basiswert: was kostet die Übersetzung heute, wie lange dauert sie, wie oft wird nachgebessert?
L2Eingang ist ein Export oder ein Ordner, kein laufender Kanal
L3Hier liegt der Schwerpunkt: die Terminologieliste. Fachbegriffe, Produktnamen, Anreden, Masseinheiten, was unübersetzt bleibt. Das ist Erics Fachlichkeit — und ohne diese Liste ist das Ergebnis beliebig
L4Übersetzen gegen die Terminologieliste, mit Kontextangabe zu Branche, Zielgruppe und Tonalität
L5Zusätzliche Prüfungen: Wurden Zahlen, Masse und Eigennamen unverändert übernommen? Wurde ein Begriff gegen die Liste übersetzt? Wurde ein Satz hinzuerfunden? Letzteres ist der gefährlichste Fehler
L6Freigabe durch eine muttersprachliche Fachperson. Ohne sie kein Projekt — das ist die härteste Voraussetzung dieses Bausteins
L8Getestet wird gegen einen Referenzsatz bereits übersetzter Texte des Kunden, falls vorhanden
L9Zusätzlich: Wer pflegt die Terminologieliste weiter?

Aufwand

ManuelEricZusammen
MVP (Terminologieformat, Prüfregeln, Ablauf)0.75–1.5 PT1.25–2.5 PT2–4 PT
Erster Kunde0.25–0.5 PT1.25–2 PT1.5–2.5 PT
Wiederholung0.15–0.25 PT0.85–1.25 PT1–1.5 PT
Laufender Betrieb0.1 PT0.2 PT0.3 PT / Monat
KlasseM

Erics Anteil ist der höchste im ganzen Katalog — mit KI-Unterstützung rund 70 %, weil nur der technische Teil schrumpft. Die Arbeit ist sprachlich und terminologisch, nicht technisch. Das hat Folgen für den Verteilungsschlüssel. → Offene Entscheidungen Punkt 2 · Setzung, nicht validiert.

Preisbänder

WegPaketBand
A · FixpreisTerminologie-Aufbau plus ein KorpusCHF 2’900–4’900
B · MonatlichLaufende Übersetzung mit Pflege der ListeCHF 490–890 / Monat

Drittkosten: Modellkosten. Ein Sprachpaar auf einer mittleren Website liegt im niedrigen zweistelligen Frankenbereich pro Durchlauf. → Kosten Dritter 2026

Variationen

VarianteZusatzWann
Drittes Sprachpaar (IT)+1–1.5 PTTessin oder Export
Englisch für Export+1 PTIndustrie, Zulieferer
Produktdaten statt Fliesstext+1–2 PTVerbindung zu ContentFlow
Rückschreiben in Website oder Shop+2–3 PTRechte und Freigabe klären
Nur Terminologieliste aufbauen−2 PTKunde übersetzt selbst weiter

Voraussetzungen

  • Eine muttersprachliche Fachperson je Zielsprache mit Freigabekompetenz. Ohne sie kein Projekt
  • Vorhandene übersetzte Texte als Referenz, falls es welche gibt
  • Ein abgegrenzter Korpus — nicht „die ganze Website und alles andere auch”

Was ausdrücklich nicht enthalten ist

  • Abgenommene Fachübersetzung. Wir liefern Entwürfe, die geprüft werden
  • Beglaubigte oder rechtsverbindliche Übersetzungen
  • Übersetzung rechtlicher Texte, AGB oder Verträge
  • Übersetzung von Deklarations- und Sicherheitsangaben → siehe 14 Food und Getraenke
  • Verantwortung für sprachliche Qualität ohne muttersprachliche Freigabe

Stop-Regeln

  • Es gibt keine muttersprachliche Prüfperson und der Kunde will trotzdem veröffentlichen
  • Es geht um Verträge, AGB oder rechtsverbindliche Texte
  • Es geht um Deklarations-, Sicherheits- oder Konformitätsangaben
  • Der Kunde will die Entwürfe ungeprüft publizieren

Grenzen und Stop-Regeln

Quellen

Marktdaten Schweiz 2026 (52 % Übersetzung als meistgenutzte Anwendung) · ContentFlow