Kernproblem beim Kunden: Produktdaten und Assets sind unvollständig oder uneinheitlich. Was fehlt, fällt erst auf, wenn ein Kunde fragt oder der Artikel nicht verkauft wird.

Reifegrad: machbar, mit Vorbehalt — die Architektur deckt es ab. Der Bericht führt diese Achse als die schwer kopierbare Position. Eric selbst stuft sie auf Priorität 3 und schreibt zum nötigen Kundenzugang: „habe ich im Moment nicht, müssten wir uns erarbeiten”. → Erics Rückmeldungen · Offene Entscheidungen

Gemeinsame Architektur: AnfrageFlow · Einheiten: Aufwandsmodell


Was der Kunde sieht

Ein Händler exportiert 20–30 Artikel aus seinem System und legt die Lieferantenunterlagen dazu. Zurück kommt eine Freigabetabelle: welche Pflichtfelder fehlen, welche Einheiten oder Varianten widersprüchlich sind, welche Beschreibungen und Metadaten als Entwurf vorbereitet wurden — jeweils mit der Quelle, aus der der Entwurf stammt.

Produktmanagement, Einkauf oder Marketing prüft und gibt frei. Zurückgeschrieben wird nur, wenn Schnittstelle, Rechte und Freigabeschritt im Piloten klar definiert sind.


Was gegenüber AnfrageFlow anders ist

SchrittUnterschied
L1Statt einer Anfrageart: eine Produktfamilie. Basiswert: wieviele Artikel sind heute unvollständig, wie lange dauert die Pflege eines Artikels?
L2Eingang ist ein Datenexport (CSV/Excel) plus Lieferantendokumente und Bilder — kein laufender Kanal, sondern ein Stapel
L3Hier liegt der Schwerpunkt, und hier führt Eric. Statt einer Feldliste entsteht ein Attributmodell: Pflichtfelder, Einheiten, Varianten, Taxonomie, Terminologie. Das ist Fachlichkeit, keine Technik — und der Grund, warum Erics Anteil hier am höchsten ist
L4Zwei Aufgaben statt einer: Datenlücken erkennen und Entwürfe erzeugen. Entwürfe ausschliesslich aus freigegebenen Quellen — nie aus Modellwissen
L5Zusätzliche Prüfung: Steht jede Aussage im Entwurf in einer freigegebenen Quelle? Erfundene technische Werte sind hier der gefährlichste Fehler, weil sie in einen Shop wandern
L6Die Freigabetabelle ist das Produkt, nicht nur die Zwischenstufe. Sie braucht eine Spalte für die Quelle jedes Vorschlags
L7Der kritische Punkt. Rückschreiben in ein Produktivsystem ist ein Rechte- und Freigabeproblem, kein technisches. Im Piloten standardmässig kein Rückschreiben — nur die Tabelle
L8Beurteilt wird von der Fachperson, nicht technisch. Mehrsprachigkeit braucht eine Terminologieliste, sonst driftet die Fachsprache

Aufwand

ManuelEricZusammen
Erstbau1.5–3 PT3–4.5 PT4.5–7.5 PT
Erstbau + Luft (25 %)5.5–9.5 PT
Wiederholung1.25–1.75 PT2.25–2.75 PT3.5–4.5 PT
Wiederholung + Luft (15 %)4–5 PT
KlasseM (Erstbau) · S–M (Wdh.)

Preis laut Produktleiter: CHF 5’900, 4 Wochen.

Der auffällige Unterschied: Erics Anteil liegt hier bei rund 60 %, beim AnfrageFlow bei rund 45 %. Mit KI-Unterstützung verschiebt sich das Verhältnis weiter zu Eric, weil nur der technische Teil schrumpft. Das hat direkte Folgen für den Verteilungsschlüssel, den Eric vorgeschlagen hat. Wenn ContentFlow primär wird, verschiebt sich die Marge deutlich. → Offene Entscheidungen

Mit Rückschreiben in PIM oder Shop: +1.5–2.5 PT und ein eigener Freigabeschritt. Nur nach einem gelieferten Piloten, nie im Starter.

Voraussetzungen zusätzlich zu AnfrageFlow

  • Ein Datenexport von 20–30 Artikeln, der repräsentativ ist — nicht die gepflegten Vorzeigeartikel
  • Freigegebene Lieferantenquellen, aus denen Entwürfe stammen dürfen
  • Eine Person mit Freigabekompetenz für Produktinhalte, nicht nur mit Fachwissen

Was ausdrücklich nicht enthalten ist

Zusätzlich zur Liste in AnfrageFlow:

  • Vollständige Einführung eines Produktdaten- oder Asset-Systems
  • Unbeschränkte Sortimentsbereinigung
  • Rechtliche Produktfreigaben oder Konformitätsprüfungen
  • Technische Spezifikationsprüfung
  • Preisfreigaben
  • Professionelle Übersetzungsabnahme

Stop-Regeln zusätzlich

  • Die Entwürfe sollen ohne fachliche Freigabe direkt in einen Shop
  • Es geht um Angaben mit Konformitäts-, Sicherheits- oder Deklarationspflicht
  • Preise sollen automatisiert gesetzt oder übernommen werden

Grenzen und Stop-Regeln

Quellen

Der Gesamtbericht Kap. 6.1 und 7.7 Variante A.