Kernproblem beim Kunden: PDFs, Datenblätter und Rapporte müssen von Hand gelesen und in Systeme übertragen werden. Was fehlt, fällt erst später auf.

Reifegrad: machbar — die Architektur deckt es ab, gebaut ist nichts. Als Variante B im Bericht vorbereitet, nie umgesetzt.

Gemeinsame Architektur, Schutzregeln und Freigabelogik: AnfrageFlow · Einheiten: Aufwandsmodell


Was der Kunde sieht

Ein Lieferant schickt ein Datenblatt als PDF. Heute überträgt jemand Artikelnummer, Masse, Material und technische Werte von Hand — teilweise in mehrere Systeme.

Mit dem Piloten wird das Dokument erkannt, die vereinbarten 5–10 Felder werden ausgelesen, fehlende Punkte markiert und eine kurze Zusammenfassung erstellt. Das Ergebnis landet als Prüfliste vor einem Menschen, der bestätigt oder korrigiert.


Was gegenüber AnfrageFlow anders ist

Die neun Lieferschritte sind dieselben. Abweichend:

SchrittUnterschied
L1Genau eine Dokumentenklasse abgrenzen — Anfrage-PDF, Lieferantendatenblatt, Rapport oder Protokoll. Nicht „alle Dokumente”. Basiswert: wie lange dauert das Erfassen heute pro Dokument?
L2Eingang ist ein überwachter Ordner oder ein Postfach mit Anhängen. Zusätzliche Frage: sind es digitale PDFs oder Scans? Scans brauchen eine Texterkennung und verhalten sich deutlich unzuverlässiger. Das entscheidet über den Aufwand und muss vor der Offerte geklärt sein
L3Statt Anfragefeldern: Dokumenttyp, 5–10 fachliche Kernfelder, Fristen, Lücken. Bei mehreren Layoutvarianten desselben Dokuments steigt der Aufwand spürbar — jede Variante ist faktisch ein eigener Fall
L4Das Modell muss Seitenlayout und Tabellen mitlesen, nicht nur Fliesstext. Bei Scans zusätzlich eine vorgelagerte Texterkennung
L5Zusätzliche Prüfung: wurde ein Wert erfunden statt gelesen? Jedes extrahierte Feld bekommt eine Fundstelle (Seite, Position). Ohne Fundstelle gilt der Wert als unsicher
L8Testfälle müssen die Layoutvarianten abdecken, nicht nur die Inhalte. Zusätzlich mindestens ein absichtlich schlechter Scan
L9Unverändert

Aufwand

ManuelEricZusammen
Erstbau2–4 PT2–3 PT4–7 PT
Erstbau + Luft (25 %)5–9 PT
Wiederholung1.5–2 PT1.5–2 PT3–4 PT
Wiederholung + Luft (15 %)3.5–4.5 PT
KlasseM (Erstbau) · S–M (Wdh.)

Preis laut Produktleiter: CHF 5’900, 4 Wochen. Bei reinen Scans +1–1.5 PT — vorher klären, nicht nachverhandeln.


Voraussetzungen zusätzlich zu AnfrageFlow

  • Mindestens 20–30 echte Dokumente derselben Klasse, inklusive der schlechten Exemplare
  • Klärung, ob Scans vorkommen und in welchem Anteil
  • Eine Fachperson, die beurteilen kann, ob ein ausgelesener Wert fachlich richtig ist

Was ausdrücklich nicht enthalten ist

Zusätzlich zur Liste in AnfrageFlow:

  • Mehr als eine Dokumentenklasse
  • Vollständige Dokumentenarchivierung oder Ablageordnung
  • Automatisierte Rechts-, Steuer-, Versicherungs- oder Finanzberatung
  • Verbindliche fachliche oder technische Prüfung der ausgelesenen Werte

Stop-Regeln zusätzlich

  • Die ausgelesenen Werte lösen unmittelbar eine Zahlung, Buchung oder Bestellung aus
  • Es handelt sich um Verträge, Policen oder Steuerunterlagen, bei denen ein Lesefehler Haftungsfolgen hat
  • Der Kunde erwartet, dass niemand mehr nachprüft

Grenzen und Stop-Regeln

Quellen

Der Gesamtbericht Kap. 7.7 Variante B und Kap. 8.10 (Dokumentenerkennung bei Microsoft-Kunden).